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Grundlagen beim Unterrichten sprachlicher Strukturen

  • Grammatik sollte immer im Dienste der Kommunikation stehen,
  • am besten immer kontextgebunden üben: Verben in Dialogen oder Gesprächen,
  • Wortschatz immer mit Bildern und in Situationen einführen,
  • neue grammatische Strukturen an bekanntem Wortschatz üben,
  • grammatische Strukturmuster geben und diese mit verschiedenen Inhalten füllen (lassen),
  • Fehlerkorrektur nur bei der Einübung von Strukturmustern,
  • Einbettung der Grammatik in die Bereiche des Deutschunterrichts (→funktionale Grammatik) z.B. generatives Schreiben oder Sprechen (vgl. Belke), Üben von Perfekt- oder Präteritumsformen in Anlehnung an fiktionale Texte,
  • Grammatikarbeit in Anlehnung an einen Fachtext, z.B. Üben von Passivkonstruktionen, Nominalisierungen etc.,
  • spiralcurriculares Vorgehen, d.h. grammatische Phänomene tauchen spiralförmig auf und werden erweitert, z.B. Akkusativ erst mit dem bestimmten Artikel, später mit unbestimmtem,
  • Farben können strukturieren helfen: bei dem Genus der Substantive haben sich blau für „der“, rot für „die“, grün für „das“ und gelb für „die“ (Plural) bewährt. Andere Wortarten, Kasus oder Satzglieder können auch farbig markiert werden, z.B. Verben rot (später ist dann das Prädikat rot),  Akkusativ grün (dann später das Akk.- Objekt auch grün), Dativ braun (später das Dativ-Objekt auch braun). Hier empfiehlt es sich, in der Schule einheitlich vorzugehen, sich auf Farben zu einigen.