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Grammatische Progression

Oft wird die grammatische Progression vom Lehrwerk vorgegeben. Man darf als Lehrkraft jedoch durchaus die Reihenfolge ändern.

Es gilt dabei jedoch drei Regeln zu befolgen:

  • Das sprachsystematische Argument: Welche Vorgehensweise lässt sich aus dem Sprachsystem selbst ableiten? Nominativ hat Subjektfunktion, er steht in Aussagesätzen an erster Stelle; also Nominativ vor Akkusativ einführen.
  • Das didaktische Argument: Was ist leichter, was schwerer? Nominativ ist leichter zu deklinieren als Akkusativ oder Dativ; daher Nominativ vor Akkusativ einführen, als letztes Dativ.
  • Das pragmatische Argument: Was ist sinnvoll im Bezug auf die Sprachverwendung der Lernenden? Erste Äußerungen über sich und andere können im Nominativ erfolgen, in Bezug auf Gegenstände oder weitere Personen ist Akkusativ und Dativ nötig.

Zur Übersicht über die Wortarten im Deutschen (ohne Numerale und Partikel) sind hier Schilder zu sehen. Sie können im Klassenzimmer ausgehängt werden. Die Wortartensymbole, in Anlehnung an Montessori, haben sich in der Praxis mit ausländischen Schülerinnen und Schülern sehr bewährt. Die Schülerinnen und Schüler markieren die Wörter in leichte Sätzen mit diesen Symbolen. 

 

Eine Übersicht über die Symbole und die Farben für Satzglieder dient zur eigenen Orientierung. Hilfreich ist es, wenn man sich in der ganzen Schule auf gleiche Farben und Symbole einigt.