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Wann korrigieren?

Die Fehlerkorrektur ist immer abhängig von der Unterrichtssituation und davon, ob es sich um gesprochene oder geschriebene Sprache handelt. Je stärker die Kommunikation an reale Situationen heranreicht, sollten Fehler nicht verbessert werden. Handelt es sich im Unterricht um eine formfokussierte Aktivität (z.B. die Einübung eines grammatischen Phänomens) oder um Nachsprechen ist eine Korrektur sinnvoll; schließlich sollen sich Fehler nicht einprägen. In einer mitteilungs-orientierten Phase (Äußerung zu Bildern, freies Sprechen etc.) sollte die oder der Lernende in seinem Sprachfluss eher nicht unterbrochen werden, um sie oder ihn nicht aus dem Sprechfluss zu bringen, zu irritieren und ihre oder seine Motivation zu sprechen zu erhalten. Intervenieren sollte die Lehrkraft nur, wenn es um Inhalte geht, z.B. um logische Brüche oder Unverständlichkeit, nicht jedoch bei grammatikalischen Fehlern. Eine Intervention sollte nur auf Basis des ermittelten Sprachstandes erfolgen. Zu hoch angesetzte Intervention ist eher kontraproduktiv.