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Verfahren der Wortschatzvermittlung

Bei der Wortschatzvermittlung sollte auf eine vernetzte, ganzheitliche, handlungs- und prozessorientierte Vorgehensweise geachtet werden.
Anfängern sollten zunächst anschauliche Begriffe gelehrt werden, je fortgeschrittener die Gruppe, umso eher können auch abstrakte Begriffe eingeführt werden.

  • nonverbal (bei konkreten Dingen, Eigenschaften von Dingen, Verben) über Realien, Bild-Wortkarte, Situationsbild oder auch Vorspielen/Pantomime
  • verbal über Wortfelder/Wortfamilien, Angabe von untergeordneten Wörtern, Synonyme-Antonyme, Reihung, Pantomime (z.B. bei Verben), Paraphrase (Kontext, Definition), Zeigen der graphischen und lautlichen Entsprechung bei Internationalismen, Parallele (Analogie, Gleichung) - z.B. bei Größen, Maßen -, Komposita/Ableitungen oder selbstständiges Erschließen aus Kontext oder mit Hilfe des Wörterbuches (sehr schwierig, funktioniert meist nur bei älteren, erfahrenen Sprachlernern mit hoher Sprachbewusstheit, denn der Transfer aus der Muttersprache kann zu Interferenzfehlern führen)