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Deutschförder- und Übergangsklassen (DF- und Ü- Klassen) finden sich an unterschiedlichen Orten gemäß der unterschiedlichen Bedürfnisse. Einen Überblick zu den Sprachfördermaßnahmen des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst bietet dieser Link. Eine Übersicht der Maßnahmen in München finden Sie hier.

Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung, Dillingen hat auf ihrem Portal “Zweitspracherwerb und Sprachförderung“ die rechtlichen Grundlagen zu den Bereichen Schulrecht, Ausländerrecht und Asylverfahren übersichtlich zusammengestellt.

Ebenfalls können sie hier eine Übersichtstabelle zur schulischen Hilfe für Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland finden. Gleicherweisen gibt es eine Übersichtstabelle für schulische Hilfe für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium oder in der Realschule.

Eine weitere Hilfe für die Arbeit in Deutschförder- und Übergangsklassen stellt das Grundgesetzbuch auf Arabisch dar. Auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung kann das arabische Grundgesetzbuch kostenlos heruntergeladen werden. 


Lehrpläne Deutsch als Zweitsprache

Im folgendem finden Sie hilfreiche Internetseiten, denen sie Lehrpläne für Deutsch als Zweitsprache entnehmen können

Stundentafeln

Neben den korrekten Lehrinhalten ist es auch wichtig die Anzahl der Stunden für die Übergangsklassen einzuhalten. Die durch das Kultusministerium in Bayern festgelegten Unterrichtsstunden für die Übergangsklassen können Sie hier finden.

Beachten Sie dabei folgende Regelung:

§ 33 GrSO Stundentafeln und Stundenpläne

Beachten Sie dabei folgende Regelung

§ 42 MSO Stundentafeln und Stundenpläne

Zu den Grundlagen für die Arbeit in Ü- und DF- Klassen ist es ebenfalls nützlich sich mit den Kultusministeriellen Bekanntmachungen (KMS 2009), für die Deutschfördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit nicht- deutscher Muttersprache auseinander zusetzen. Eine Zusammenfassung von Leitlinien, an die Sie sich während des Unterrichtens an Übergangsklassen halten können, finden Sie hier. Weiteres zum Schriftwesen oder zur Verwaltung von Schülerakten können sie auf der Starter- Kit  Seite finden.


Rechtliche Grundlagen

Generell ist der Aufenthalt in einer Übergangsklasse auf zwei Jahre angelegt. In diesen zwei Jahren sollen die Kinder und Jugendlichen auf den Besuch einer Regelklasse vorbereitet werden. Welche Jahrgangsstufe das Kind anschließend besuchen wird, hängt sowohl von den Leistungen als auch vom Alter und Schulbesuchsjahr ab. Neben aller Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen müssen die Schülerinnen und Schüler auch auf die Anforderungen der Regelklassen vorbereitet werden. Das gilt besonders dann, wenn sie nach den zwei Jahren sogar die Schulart wechseln oder Abschlussprüfungen schreiben, was häufiger geschieht.

Grundschulordnung

Die Schulordnung für Grundschulen in Bayern  vom 11. September 2008 finden Sie in der Datenbank der Gesetze in Bayern.

Mittelschulordnung

Die Schulordnung für Mittelschulen in Bayern  vom 4. März 2013 finden Sie in der Datenbank der Gesetze in Bayern.


Wechsel in eine Regelklasse, M-Klasse, weiterführende Schule

Empfohlen wird für einen Großteil der Ü-Schülerinnen und Schüler das Durchlaufen der vollen zwei Ü-Jahre (1. und 2. Sprachlernjahr). Schülerinnen und Schüler können innerhalb dieser zwei Jahre in eine Regelklasse (R-Klasse) wechseln. Die Einstufung kann bis zu zwei Klassenstufen darunter erfolgen, jedoch immer in Abwägung zum Alter der Schüler zu entscheiden ist. 

 

Übertrittsregelungen

§ 25 GrSO Übertritt an ein Gymnasium oder an eine Realschule

(3) Das Übertrittszeugnis enthält die Jahresfortgangsnoten in allen Fächern, in den Fächern Deutsch und Mathematik mit zusätzlichen Erläuterungen, die Gesamtdurchschnittsnote aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht, eine zusammenfassende Beurteilung zur Übertrittseignung, eine Bewertung des Sozial- sowie des Lern- und Arbeitsverhaltens gemäß § 43 Abs. 1 Satz 2 und – soweit erforderlich – einen Hinweis entsprechend § 43 Abs. 8 Satz 3.

(5) Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die nicht bereits ab Jahrgangsstufe 1 eine deutsche Grundschule besucht haben, kann auch bis zu einer Gesamtdurchschnittsnote von 3,33 die Eignung festgestellt werden, wenn dies auf Schwächen in der deutschen Sprache zurückzuführen ist, die noch behebbar erscheinen. Die Eignung für den Bildungsweg des Gymnasiums oder der Realschule setzt für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache grundsätzlich die Bestätigung im Übertrittszeugnis voraus, dass die Schülerin oder der Schüler dem deutschsprachigen Unterricht folgen kann.

 

§ 32 MSO Übertritt an ein Gymnasium oder an eine Realschule

(3) Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die nicht bereits ab Jahrgangsstufe 1 eine deutsche Grundschule besucht haben, kann bis zu einer Gesamtdurchschnittsnote von 3,33 die Eignung festgestellt werden, wenn dies auf Schwächen in der deutschen Sprache zurückzuführen ist, die noch behebbar erscheinen.

§ 33 MSO Aufnahme in Mittlere-Reife-Klassen und Vorbereitungsklassen

(1) Auf Antrag der Erziehungsberechtigten werden Schülerinnen und Schüler unter folgenden Voraussetzungen in die genannte Jahrgangsstufe aufgenommen:

1. in die Jahrgangsstufe 7 mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,66 aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch im Zwischenzeugnis oder Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 6 oder in einer Aufnahmeprüfung nach Abs. 2,

2. in die Jahrgangsstufen 8 und 9 mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,33 aus den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch im Zwischenzeugnis oder Jahreszeugnis der vorhergehenden Jahrgangsstufe oder in einer Aufnahmeprüfung nach Abs 2.

3. in die Jahrgangsstufe 10 mit dem qualifizierenden Abschluss der Mittelschule und einer Gesamtbewertung von mindestens 2,33 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch oder in einer Aufnahmeprüfung nach Abs. 2; wurde der qualifizierende Abschluss der Mittelschule mit dem Fach Muttersprache erworben, so tritt dieses an die Stelle des Fachs Englisch.

Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die in die Jahrgangsstufe 7, 8 oder 9 des Mittlere-Reife-Zugs eintreten möchten, gilt § 32 Abs. 3 entsprechend.

(2) Die Aufnahmeprüfung nach Abs. 1 findet in den Jahrgangsstufen 6 bis 8 in den letzten Tagen der Sommerferien statt; sie erstreckt sich auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Eine Teilnahme an der Aufnahmeprüfung ist nur in den Fächern nach Satz 1 möglich, in denen eine Notenverbesserung erreicht werden kann und wenn im Fall einer Notenverbesserung die nach Abs. 1 zur Aufnahme in eine Mittlere-Reife-Klasse erforderliche Durchschnittsnote erreichbar ist; die Aufnahmeprüfung kann nicht zu einer Notenverschlechterung in einem Fach führen. Die Erziehungsberechtigten entscheiden nach Beratung durch die Schule, in welchen der nach Satz 2 möglichen Prüfungsfächern die Schülerinnen und Schüler an der Aufnahmeprüfung teilnehmen. Die Gesamtnote wird in Fächern, in denen eine Prüfung abgelegt wurde, aus der Note im Zwischenzeugnis oder im Zeugnis über den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule und der Prüfungsnote ermittelt; bei einem Durchschnitt von n,5 gibt in der Regel die Prüfungsnote den Ausschlag. In Fächern, in denen keine Prüfung abgelegt wurde, gilt die Note im Zwischenzeugnis oder im Zeugnis über den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule als Gesamtnote. Die Summe der Gesamtnoten in den Fächern nach Satz 1 wird durch den Faktor 3 geteilt; der dadurch entstandene Zahlenwert bildet die Durchschnittsnote im Sinn des Abs. 1. Für Schülerinnen und Schüler, die aus nicht selbst zu vertretenden Gründen keine hinreichenden Leistungen im Fach Englisch erbringen können und die nicht von der Möglichkeit des Abs. 3 Satz 1 Gebrauch gemacht haben, tritt anstelle der Aufnahmeprüfung im Fach Englisch ein Aufnahmegespräch; in diesem ist zu klären, ob die Schülerin oder der Schüler den Leistungsanforderungen des Mittlere-Reife-Zugs voraussichtlich entsprechen kann. Auf der Grundlage des Aufnahmegesprächs ist eine Gesamtnote im Fach Englisch zu bilden. Wurde der qualifizierende Abschluss der Mittelschule nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 Halbsatz 2 mit dem Fach Deutsch als Zweitsprache erworben, so tritt an die Stelle der Aufnahmeprüfung im Fach Deutsch ein Aufnahmegespräch. In diesem ist zu klären, ob die Schülerin oder der Schüler auf Grund der bisherigen Leistungen den Anforderungen der Jahrgangsstufe 10 im Fach Deutsch voraussichtlich entsprechen kann.

(3) Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die aus nicht selbst zu vertretenden Gründen den erforderlichen Leistungsstand in Englisch nicht aufweisen, können bei der vorläufigen Anmeldung zu den Jahrgangsstufen 9 und 10 beantragen, in der Abschlussprüfung statt in Englisch in der Muttersprache geprüft zu werden. Das Staatsministerium entscheidet allgemein oder im Einzelfall, für welche Sprachen eine Genehmigung erteilt werden kann. Ein Unterricht in der Muttersprache findet nicht statt; während des Schuljahres werden je zwei Leistungsfeststellungen als Fernprüfung durchgeführt.4 Die Schülerinnen und Schüler können zur Teilnahme an anderem Unterricht verpflichtet werden.

(4) In die Jahrgangsstufe 10 können in besonderen Fällen auch andere Bewerberinnen und Bewerber, die nicht Schülerinnen und Schüler einer allgemein bildenden Schule sind, aufgenommen werden, wenn sie als andere Bewerberinnen und Bewerber im qualifizierenden Abschluss der Mittelschule die Gesamtbewertung 2,3 oder besser erreicht haben. Im Übrigen kann eine Aufnahme in eine Mittlere-Reife-Klasse nur erfolgen, wenn die Jahrgangsstufe 10 spätestens im zwölften Schulbesuchsjahr erreicht werden kann.

(5) Schülerinnen und Schüler können im unmittelbaren Anschluss an den Besuch der Jahrgangsstufe 9 der Mittelschule in eine Vorbereitungsklasse aufgenommen werden, wenn sie den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule mit einer Durchschnittsnote von mindestens 2,5 erworben haben.


Abschlussprüfung an der Mittelschule

Allgemeine Informationen über die Abschlussprüfung an der Mittelschule und speziell auch über den theorieentlastenden Quali, bietet die Homepage des ISB. Hier finden Sie alle Antworten zu Fragen wie z.B. welche Abschlussprüfungen es für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprachen gibt,  wie die Prüfungsanmeldung funktioniert oder wie man die Schülerinnen und Schüler auf die Abschlussprüfung vorbereiten kann.

Weitere Informationen zu der generellen Schulordnung für die Mittelschule in Bayern können Sie hier finden.

 


Welche Bildungswege werden nach einer Übergangsklasse 9 angeboten?

Einen allgemeinen Überblick über das bayerische Schulsystem in verschiedenen Sprachen bietet Ihnen die Homepage des Kultusministeriums. Zudem können Sie auf der Seite Informationen zur individuellen Schullaufbahnplanung finden. In der untenstehenden Grafik sehen sie zusammengetragen die möglichen Bildungswege nach der Ü9.

Die Schülerinnen und Schüler der 9ü schreiben am Ende des Jahres eine Prüfung zum theorieentlasteten Mittelschulabschluss. Das ist in der Mittelschulordnung geregelt (MSO §22). Das Bestehen der Prüfung ist für die Schülerinnen und Schüler sehr wertvoll, die den Abschluss als Voraussetzung zum Beginn einer Ausbildung benötigen. Unabhängig von dem Ergebnis dieser Prüfung ist der weitere schulische Weg in einem Gespräch mit der Klassleitung, der Schülerin oder dem Schüler, den Eltern und der Schulleitung zu besprechen. Ganz dringend ist die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zu empfehlen, da über die Agentur Fördermaßnahmen finanziert werden können. Der weitere Weg hängt sowohl von den Leistungen, dem Interesse, aber auch von dem Alter der Schülerinnen oder dem Schüler ab.

Möglichkeiten nach der 9ü sind neben einer Ausbildung häufig folgende:

Um vor allem Schülerinnen und Schüler mit Flucht- und Migrationshintergrund fördern zu können, startete zum Schuljahr 2015/ 16 das Modellprojekt SPRINT und das Pilotprojekt InGym. Ziel des Modellprojekt SPRINT ist das Erreichen eines Realschulabschlusses. Das Pilotprojekt InGym möchte Schülerinnen und Schüler auf den Unterricht in Gymnasien vorbereiten, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse, diese noch nicht besuchen können. Nähere Informationen zu den Projekten (SPRINT und InGym) können Sie aus der Homepage des Bayrischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst entnehmen .


Leistungsbewertung

§§ 38 GrSO / 47 MSO Bewertung der Leistungen

(1) Bei der Bewertung eines schriftlichen Leistungsnachweises kann die äußere Form mit berücksichtigt werden. Bei schriftlichen Leistungsnachweisen sind Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit und schwerere Ausdrucksmängel zu kennzeichnen; hiervon kann in Einzelfällen, z.B. bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf oder mit nichtdeutscher Muttersprache, abgesehen werden. Zwischennoten werden nicht erteilt.

(2) Die Lehrerkonferenz kann entscheiden, dass in begründeten Einzelfällen aus pädagogischen Gründen auf eine Bewertung der Leistungen durch Noten zeitweilig verzichtet wird; die Erziehungsberechtigten sind vorher anzuhören.

Vorrücken

§ 40 GrSO Entscheidung über das Vorrücken

(1) Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 rücken ohne besondere Entscheidung vor. Ergeben sich aus dem Bericht nach § 43 Abs. 1 Satz 1 Zweifel, ob die Schülerin oder der Schüler dem Unterricht in der nächsten Jahrgangsstufe folgen kann, entscheidet die Lehrerkonferenz.

(2) Das Vorrücken in den Jahrgangsstufen 3 und 4 soll nur dann versagt werden, wenn die Schülerin oder der Schüler in der Entwicklung oder in den Leistungen erheblich unter dem altersgemäßen Stand der betreffenden Jahrgangsstufe liegt und nicht erwartet werden kann, dass die Schülerin oder der Schüler am Unterricht in der nächsten Jahrgangsstufe mit Erfolg teilnehmen kann.

(3) In den Jahrgangsstufen 3 und 4 liegen die Voraussetzungen des Abs. 2 in der Regel vor, wenn die Schülerin oder der Schüler

1. im Fach Deutsch oder im Fach Mathematik die Note 6 und in dem anderen dieser Fächer oder im Fach Heimat- und Sachunterricht keine bessere Note als 5 erhält oder

2. in den Fächern Deutsch und Mathematik die Note 5 und im Fach Heimat- und Sachunterricht die Note 6 erhält.

(4) Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die Unterricht in Deutsch als Zweitsprache erhalten, tritt in Abs. 3 an die Stelle des Fachs Deutsch das Fach Deutsch als Zweitsprache. Bei Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache in deutschsprachigen Klassen, die keinen Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache erhalten, sind in den ersten beiden Jahren des Schulbesuchs in der Bundesrepublik Deutschland unzureichende Leistungen im Fach Deutsch bei der Entscheidung über das Vorrücken nicht zu berücksichtigen.

§ 49 MSO Entscheidung über das Vorrücken

(1) Das Vorrücken in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 soll nur dann versagt werden, wenn die Schülerin oder der Schüler in der Entwicklung oder in den Leistungen erheblich unter dem altersgemäßen Stand der betreffenden Jahrgangsstufe liegt und nicht erwartet werden kann, dass die Schülerin oder der Schüler am Unterricht in der nächsten Jahrgangsstufe mit Erfolg teilnehmen kann.

(2) In den Jahrgangsstufen 5 bis 8 der Regelklasse liegen die Voraussetzungen des Abs. 1 in der Regel vor, wenn die Gesamtdurchschnittsnote aus allen Vorrückungsfächern schlechter als 4,00 ist oder in mehr als drei Fächern eine schlechtere Note als die Note 4 erzielt wurde; die Note 6 zählt dabei wie zweimal die Note 5. Vorrückungsfächer sind alle Pflichtfächer und Wahlpflichtfächer mit Ausnahme des Fachs Sport.

(3) Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die Unterricht in Deutsch als Zweitsprache erhalten, tritt in Abs. 2 an die Stelle des Fachs Deutsch das Fach Deutsch als Zweitsprache. Bei Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache in deutschsprachigen Klassen, die keinen Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache erhalten, sind in den ersten beiden Jahren des Schulbesuchs in der Bundesrepublik Deutschland unzureichende Leistungen im Fach Deutsch bei der Entscheidung über das Vorrücken nicht zu berücksichtigen.

Zeugnis

§ 43 GrSO Zwischen- und Jahreszeugnisse

(3) Schülerinnen und Schüler, die an Stelle des Unterrichts im Fach Deutsch ausschließlich auf der Grundlage des Lehrplans für das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichtet werden, erhalten eine Note für das Fach Deutsch als Zweitsprache. Auf Antrag der Erziehungsberechtigten erhalten Schülerinnen und Schüler, die neben einem Unterricht auf der Grundlage des Lehrplans für das Fach Deutsch als Zweitsprache den Deutschunterricht zumindest teilweise besuchen, eine Note im Fach Deutsch; die Leistungen aus dem Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache werden in pädagogischer Verantwortung einbezogen. Wird kein Antrag nach Satz 2 gestellt, wird eine Note im Fach Deutsch als Zweitsprache erteilt.

(8) Bei Schülerinnen und Schülern, bei denen nach § 38 Abs. 3 von einer Benotung der Leistungen abgesehen wurde, sind in den Zeugnissen die Noten durch allgemeine Bewertungen zu ersetzen. Wenn in einzelnen Fächern benotete Leistungen erbracht wurden, können auch im Zeugnis Noten erteilt werden. Soweit nach § 38 Abs. 2 zeitweilig auf eine Bewertung der Leistungen mit Noten verzichtet wurde, kann auf die Erteilung von Zeugnisnoten verzichtet werden; die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz. Soweit Mobile Sonderpädagogische Dienste eingeschaltet waren, sollen sie bei den Bewertungen nach Satz 1 und bei der Erteilung von Noten nach Satz 2 beteiligt werden.

§ 53 MSO Zwischen- und Jahreszeugnisse

(6) Schülerinnen und Schüler, die anstelle des Unterrichts im Fach Deutsch ausschließlich auf der Grundlage des Lehrplans für das Fach Deutsch als Zweitsprache unterrichtet werden, erhalten eine Note für das Fach Deutsch als Zweitsprache. Auf Antrag der Erziehungsberechtigten erhalten Schülerinnen und Schüler, die neben einem Unterricht auf der Grundlage des Lehrplans für das Fach Deutsch als Zweitsprache den Deutschunterricht zumindest teilweise besuchen, eine Note im Fach Deutsch; die Leistungen aus dem Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache werden in pädagogischer Verantwortung einbezogen. Wird kein Antrag nach Satz 2 gestellt, wird eine Note im Fach Deutsch als Zweitsprache erteilt.

(12) Bei Schülerinnen und Schülern, bei denen nach § 47 Abs. 3 von einer Benotung der Leistungen abgesehen wurde, sind in den Zeugnissen die Noten durch allgemeine Bewertungen zu ersetzen. Wenn in einzelnen Fächern benotete Leistungen erbracht wurden, können auch im Zeugnis Noten erteilt werden. Soweit nach § 47 Abs. 2 zeitweilig auf eine Bewertung der Leistungen mit Noten verzichtet wurde, kann auf die Erteilung von Zeugnisnoten verzichtet werden; die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz. Soweit Mobile Sonderpädagogische Dienste eingeschaltet waren, sollen sie bei den Bewertungen nach Satz 1 und bei der Erteilung von Noten nach Satz 2 beteiligt werden.


Besondere Prüfungen für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Muttersprache

Im Beiblatt zum Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus Wissenschaft und Kunst finden Sie alle Prüfungstermine von 2016

Qualifizierender Abschluss der Mittelschule

§ 58 MSO Besondere Leistungsfeststellung

im Fach Deutsch als Zweitsprache

(2) […] Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache, die weniger als sechs Jahre eine deutsche Schule besucht haben, tritt auf Antrag ihrer Erziehungsberechtigten an die Stelle des Fachs Deutsch das Fach Deutsch als Zweitsprache. Auf Antrag der Erziehungsberechtigten können an der besonderen Leistungsfeststellung nach §§ 58 bis 62 auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Mittlere-Reife-Zugs teilnehmen; anstelle der Jahresfortgangsnoten sind die Noten des Zwischenzeugnisses in die Gesamtbewertung einzubeziehen.

(3) Die besondere Leistungsfeststellung besteht

1. aus einem schriftlichen Teil in […] Deutsch als Zweitsprache […]

2. zusätzlich aus einem mündlichen Teil in […] Deutsch als Zweitsprache, […]

(5) Die Aufgaben werden in […] Deutsch als Zweitsprache […] Staatsministerium, in den übrigen Fächern durch die Schule gestellt.

(7) Die Arbeitszeit beträgt im Fach Deutsch als Zweitsprache im schriftlichen Teil 110 Minuten und im mündlichen Teil 15 Minuten, […]

im Fach Muttersprache

(2) Für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache tritt auf Antrag ihrer Erziehungsberechtigten an die Stelle des Fachs Englisch das Fach Muttersprache, wenn das Staatsministerium für eine Muttersprache besondere Leistungsnachweise, deren Ergebnisse als Jahresfortgangsnote zu werten sind, und Prüfungsaufgaben anbieten kann, sofern die Schülerin oder der Schüler einen schulischen Leistungsnachweis in Muttersprache erbracht hat; zur Vorbereitung auf die besondere Leistungsfeststellung im Fach Muttersprache wird den Schülerinnen und Schülern empfohlen, soweit möglich einen Lehrgang Muttersprache zu besuchen.

(3) Die besondere Leistungsfeststellung besteht aus einem schriftlichen Teil in […] Muttersprache […]

(5) Die Aufgaben werden in […] Muttersprache durch das Staatsministerium, in den übrigen Fächern durch die Schule gestellt.

(7) Die Arbeitszeit beträgt in […] Muttersprache je 180 Minuten […]

 

Mittlerer Schulabschluss der Mittelschule

§ 64 MSO Abschlussprüfung

im Fach Muttersprache

(2) Die Abschlussprüfung im Fach Englisch wird auf Antrag bei Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache durch eine Prüfung in der nichtdeutschen Muttersprache ersetzt, wenn der Antrag bei der Aufnahme in die Jahrgangsstufe 9 oder 10 gestellt und genehmigt worden ist.

(3) […] Die Abschlussprüfung im Fach Muttersprache besteht aus einer schriftlichen Prüfung als Fernprüfung.

(4) Die Aufgaben werden für die schriftliche Prüfung in […] Muttersprache vom Staatsministerium, in den übrigen Fächern durch die Schule gestellt.

(6) Die Arbeitszeit beträgt […] im Fach Muttersprache 120 Minuten.